Erasmus-Projekt „Stärkung der Leitungskompetenz im Umgang mit aktuellen Entwicklungen“

Erasmus-logoVon August 2018 bis Juli 2020 wird im Rahmen des Programms Erasmus+ Leitaktion 1 das Mobilitätsprojekt „Stärkung der Leitungskompetenz im Umgang mit aktuellen Entwicklungen“ durchgeführt. Es handelt sich hierbei um ein Konsortialprojekt unter Leitung des IFP, an dem die im Praxisbeirat vertretenen Kindertageseinrichtungen beteiligt sind. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Ziel des Projekts ist es, zu aktuellen Herausforderungen Anregungen auch aus dem europäischen Ausland zu erhalten, insbesondere aus Ländern, die in bestimmten Bereichen eine Vorreiterrolle innehaben. Hierdurch soll der themenspezifische Austausch intensiviert werden und die Ergebnisse sollen sowohl in die Multiplikatorentätigkeit der Mitglieder des Praxisbeirats als auch in die Arbeit des IFP einfließen.

Im Fokus des Projekts steht sowohl inhaltlich-konzeptionelle Anregungen zu aktuellen Herausforderungen „Was wird gemacht?“ zu erhalten, als auch die Leitungskompetenz in Bezug auf die Umsetzungsprozesse von Veränderungen zu stärken, also der Frage „Wie wird es gemacht?“ nachzugehen. Die Lernergebnisse werden dokumentiert und ausgewertet und fließen in die pädagogische Arbeit der Kindertageseinrichtungen ein.

Es werden drei Fortbildungsreisen mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten durchgeführt, mit denen sich der Praxisbeirat bereits eingehend beschäftigt hat. Es werden sowohl einschlägige Fortbildungskurse besucht als auch Hospitationen in Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Die Ziele und Leitfragen werden mit den aufnehmenden Einrichtungen vorab vereinbart.

Digitalisierung – Estland

Die Reise nach Estland fand vom 25.-29. März 2019 mit insgesamt 16 Personen aus dem Praxisbeirat und dem IFP statt. Das fünftägige Programm setzte sich aus zwei Tagen Fortbildungskurs zu Konzepten der Digitalisierung an der Universität Tallin sowie drei Tagen Hospitationen in Kindertageseinrichtungen in Tallinn zusammen. Hierfür wurden Leitfragen erarbeitet und an die aufnehmenden Einrichtungen kommuniziert. Besucht wurden insgesamt fünf Kindertageseinrichtungen, die ein breites Spektrum abgedeckt haben. Die Organisation der Einrichtungsbesuche wurde dankenswerterweise vom Bildungsbüro der Stadt Tallinn unterstützt. Den Abschluss bildete ein Vortrag im Estonian Showroom, in dem die Digitalisierung in Estland vorgestellt wurde. Die Lernergebnisse wurden in Form eines digitalen Lerntagebuchs festgehalten, zudem fand ein Evaluationstreffen mit allen Beteiligten statt. Ein ausführlicher Bericht findet sich im IFP-Infodienst 2019.

Partizipation – Schweden

Die Fortbildungsreise nach Schweden fand vom 21.-23.10.2019 statt. Im Zentrum stand das Thema Partizipation. Nach einer fachlichen Einführung durch Mitarbeiter/innen des IFP konnten wir in drei unterschiedlichen Kitas in Stockholm und Umgebung hospitieren und uns mit den Leitungen und weiteren Fachkräften austauschen. Flankiert wurden die Hospitationen von Gesprächen mit der Leitung des Kindergartens und der Elternbeiratsvorsitzenden der Deutschen Schule Stockholm, wodurch wir viele weitere Eindrücke, z. B. in die schwedische Gesellschaft, gewinnen konnten, sowie einer Koordinatorin und Fachaufsicht von Kindertageseinrichtungen der Stadt Stockholm. Auch diese Reise wurde durch die Erarbeitung von Leitfragen vorbereitet, dokumentiert und im Rahmen eines Evaluationstreffens ausgewertet. Ein Bericht über die Erfahrungen und Lernergebnisse erfolgt an geeigneter Stelle.

Interkulturalität und Leitungsfunktion – Irland

Die Fortbildungsreise nach Irland war ursprünglich für Frühjahr 2020 mit drei Tage Hospitationen in irischen Kitas sowie einem Kurs zur Rolle der Leitung in Veränderungsprozessen einschließlich einer abschließenden Reflexion der Möglichkeiten der Umsetzung der neu gewonnenen Anregungen geplant. Aufgrund der Pandemie musste diese Mobilität kurzfristig abgesagt bzw. verschoben werden. Die Projektlaufzeit konnte bis Juni 2021 verlängert werden. Sobald die durch Covid-19 bedingte Situation es zulässt, werden die Planungen, ggf. in abgeänderter Form, wieder aufgenommen.

Folgeprojekt: Bildung für Demokratie und Nachhaltigkeit - Leitungskompetenz stärken

Aufbauend auf diesem Projekt wird von Oktober 2020 bis September 2022 ein weiteres aus Mitteln der Europäischen Union gefördertes Konsortialprojekt unter Leitung des IFP durchgeführt, und zwar mit den beiden Schwerpunkten Demokratiebildung und Nachhaltigkeit.

Hierfür konnte der Kreis der beteiligten Kindertageseinrichtungen und somit Vielfalt und Verbreitungsmöglichkeiten erweitert werden. Derzeit sind Dänemark und Niederlande als Zielländer geplant. Die Mobilitäten setzen sich wieder aus Hospitationen und strukturierten Fortbildungskursen zusammen. Die bewährten Instrumente der Vorbereitung, Durchführung, Ergebnissicherung und Nachbereitung werden beibehalten. 

 

Anmerkung: Die Unterstützung der Europäischen Kommission für die Erstellung dieser Veröffentlichung stellt keine Billigung des Inhalts dar, welcher nur die Ansichten der Verfasser wiedergibt, und die Kommission kann nicht für eine etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen haftbar gemacht werden.

Staatsinstitut für Frühpädagogik

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