Neue Publikationen aus dem IFP
Wassilios E. Fthenakis/Kirsten Hanssen/Pamela Oberhuemer/Inge Schreyer (Hrsg.): Träger zeigen Profil. Qualitätshandbuch für Träger von Kindertageseinrichtungen (mit CD-Rom). Weinheim, Basel, Berlin: Beltz, 2003, EUR 27,90
Dieses Handbuch richtet sich an die Träger von Kindertageseinrichtungen. Verfügen pädagogische Fachkräfte bereits seit einiger Zeit über Informationen zur Qualitätsfeststellung und -entwicklung, gab es für die Rechtsträger unterschiedlicher Provenienz – öffentliche Träger, kirchliche und sonstige freie Träger sowie Elterninitiativen – bisher keine vergleichbaren Evaluationsverfahren.
Das Handbuch ist im Rahmen der Nationalen Qualitätsinitiative entstanden. Ganz konkret und praxisnah beschäftigt es sich mit den 10 zentralen Aufgabendimensionen von Trägern:
- Organisations- und Dienstleistungsentwicklung
- Konzeption und Konzeptionsentwicklung
- Qualitätsmanagement
- Personalmanagement
- Finanzmanagement
- Familienorientierung und Elternbeteiligung
- Gemeinwesenorientierte Vernetzung und Kooperation
- Bedarfsermittlung und Angebotsplanung
- Öffentlichkeitsarbeit
- Bau und Sachausstattung
Qualitätsentwicklung und Evaluation als Trägeraufgaben werden ausführlich thematisiert. Darüber hinaus liefert das Handbuch interessante Ergebnisse aus einer bundesweiten Befragung über die Arbeitsbedingungen und -schwerpunkte sämtlicher Rechtsträger sowie einen Überblick über ausgewählte trägerspezifische Empfehlungen, landesrechtliche Vorgaben zur Trägerarbeit und ein Glossar zu Schlüsselbegriffen. Das auf der CD-Rom beigefügten Selbstevaluations-Instrument ermöglicht Trägern die praktische Qualitätsfeststellung und -entwicklung ihrer Trägerarbeit.
Wassilios E. Fthenakis/Martin R. Textor (Hrsg.): Knaurs Handbuch Familie. Alles, was Eltern wissen müssen. München: Knaur 2004, 544 Seiten, EUR 29,90
Eltern sein und eine Familie gründen ist heute zu einer großen Herausforderung geworden. Knaurs Handbuch Familie ist ein zuverlässiger Begleiter für Eltern. Die Herausgeber haben Beiträge von Spezialist/innen zusammengestellt, die alle Fragen zu Gesundheit, Erziehung, Förderung, Schule, Beruf und Freizeit beantworten. Auch werden Anregungen gegeben, wie die Belastungen einer Partnerschaft unter den gegenwärtigen Lebensbedingungen bewältigt werden können. Zusätzliche Specials informieren z.B. über das Zusammenleben mit behinderten Kindern, faires Verhalten bei Trennung und Scheidung oder das Leben in neuen Familienformen.
Das Handbuch deckt die gesamte Entwicklung von der Schwangerschaft und Geburt über die Kindergarten- und Schulzeit bis hin zum Erwachsenwerden von Kindern ab. Es ist ein zuverlässiger Familienratgeber, der unseren modernen Lebensbedingungen Rechnung trägt und alle Entwicklungsstufen der Kinder und der Familie berücksichtigt. Ein Buch, das Eltern guten Gewissens empfohlen werden kann...
Wassilios E. Fthenakis/Pamela Oberhuemer (Hrsg.): Frühpädagogik international. Bildungsqualität im Blickpunkt. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage 2004, EUR 44,90
Dieses Fachbuch entstand im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP). Eine konzeptionelle Neuorientierung in Fragen der Bildungsqualität erfordert heute mehr denn je einen erweiterten Blick auf die eigenen nationalen und regionalen Strukturen, Traditionen und Konzepte hinaus. Ziel des Fachbuchs ist es deshalb, die aktuelle internationale Diskussion über Bildungskonzepte und Curriculumentwicklung für Kinder in den Jahren vor dem Schuleintritt darzustellen. Fachwissenschaftler/innen aus Australien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, Nigeria, Polen, Schweden und den USA wurden eingeladen, einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung zu geben und zu vermitteln, wie die verschiedenen Modelle jeweils fachpolitisch und kulturpolitisch umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund werden zentrale Erkenntnisse in vergleichender Perspektive herausgearbeitet und entsprechende Impulse für die Weiterentwicklung von Bildungsqualität in Tageseinrichtungen für Kinder in Deutschland gegeben. Die Beiträge sind Erstveröffentlichungen, die speziell für dieses Buch jeweils aus dem Englischen, Französischen, Spanischen, Dänischen, Chinesischen und Polnischen ins Deutsche übertragen wurden.
Wilfried Griebel/Renate Niesel/Almut Reidelhuber/Beate Minsel: Erweiterte Altersmischung in Kindertagesstätte und Schule – Grundlagen und Praxishilfen für Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern. München: Don Bosco 2004, 140 Seiten, 14,90 EUR
Altersgrenzen ändern sich sowohl im Kindergarten als auch in der Schule. Weil die Kinderzahlen zurückgehen und nach wie vor Krippenplätze fehlen, nehmen auf der einen Seite immer mehr Kindergärten unter Dreijährige auf. Ebenso werden Schulkinder nachmittags öfter auch in Kindergärten betreut. Auf der anderen Seite wird das Schuleintrittsalter gesenkt und auch Schulen entwickeln Formen von erweiterter Altersmischung in den ersten Schuljahren. Damit ist die Bildung der Kinder in der erweiterten Altersmischung sowohl für Erzieherinnen als auch für Lehrkräfte relevant, die sich bei diesem Thema gewissermaßen auf Augenhöhe begegnen.
In dem Sammelband werden Chancen und Risiken für die jüngeren als auch für die älteren Kinder in den Gruppen diskutiert. Die pädagogische Konzeption für Erweiterung der Altersmischung ist nach wie vor Entwicklungsarbeit. Hier soll das Buch Grundlagen aus der Forschung, die von den Autor/innen auch selbst betrieben worden ist, vermitteln. Beispiele für bewährte pädagogische Praxis aus der Altersmischung in Kindergärten und Schule, aus der vier Beiträge vertreten sind, veranschaulichen die notwendigen Abstimmungsprozesse zwischen allen Beteiligten: zwischen Fach- und Lehrkräften, Eltern und nicht zuletzt den Kindern selber. Empfehlungen werden auch für die Rahmenbedingungen dieser neuen pädagogischen Arbeitsform gegeben.
Die erweiterte Altersmischung wird in Zukunft eine immer größere Rolle bei der Zusammensetzung der Gruppen und der Entwicklung der Pädagogik spielen. Das Buch erschließt wichtige Fragestellungen und Perspektiven und gibt praxisnahe Beispiele.
Martin R. Textor (Hrsg.): Verhaltensauffällige Kinder fördern. Praktische Hilfen für Kindergarten und Hort. Weinheim, Basel: Beltz 2004 , 176 Seiten, EUR 19,90
Ungefähr jedes dritte Kind im Vorschulalter verhält sich auffällig. Dabei reichen die Verhaltensauffälligkeiten von Kontaktscheue bis hin zu starker motorischer Unruhe oder Aggressionen. Dieses Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterqualifizierung von Erzieher/innen im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und trägt damit wesentlich zur Entlastung im Alltag bei. Dabei verfolgt es folgende zentrale Ziele: Verdeutlichung der Vielzahl möglicher Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten in Kind, Familie, Kindertageseinrichtung und Gesellschaft, Aufzeigen von erzieherischen und heilpädagogischen Methoden für die Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und ihren Eltern, Beschreibung innovativer Ansätze, wie sich Erzieher/innen insbesondere durch die Kooperation mit Jugendhilfeeinrichtungen entlasten, weiterqualifizieren und Hilfsangebote für verhaltensauffällige Kinder und ihre Familien erschließen können.
Ein Buch, das heutzutage in keiner Kindertageseinrichtung fehlen darf!
Karlheinz Kaplan u.a.: Was Horte Schulkindern zu bieten haben. Herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und vom Staatsinstitut für Frühpädagogik. München: Don Bosco 2003, 225 Seiten, EUR 18,50
Im Zuge der Diskussion um Ganztagsbetreuung von Schülern steht unter anderem der Hort im Mittelpunkt des Interesses: Auffangstation mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung oder doch viel mehr eine wichtige Einrichtung mit umfassender Betreuung, Bildung und Erziehung inklusive? Das Autorenteam legt dar, was der Hort leisten kann und soll. Vorgestellt wird ein differenziert ausgearbeiteter Rahmenplan, der Aufgaben und Zielsetzungen eines zukunftsorientierten Hortes und Möglichkeiten der Weiterentwicklung sowie der Qualitätssicherung darstellt.
Wassilios E. Fthenakis (Hrsg.): Beiträge zur Bildungsqualität. Weinheim, Basel: Beltz 2004
Diese Buchreihe umfasst derzeit die folgenden drei Bücher:
Kristin Gisbert: Lernen lernen. Lernmethodische Kompetenzen von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. Weinheim, Basel: Beltz 2004, 296 Seiten, EUR 22,90
Kinder lernen von Geburt an. Moderne Bildungs- und Erziehungspläne für Kinder unter sechs Jahren betonen deshalb die Bedeutung früher Lernprozesse und stellen die Vermittlung lernmethodischer Kompetenz in den Mittelpunkt frühkindlicher Bildung. Doch was ist unter lernmethodischer Kompetenz zu verstehen? Die Autorin definiert sie zum einen als Grundlage für den Erwerb von Wissen, das sich das Kind persönlich aneignet und zur Problemlösung einsetzen kann, zum anderen als Grundlage nicht nur schulischen, sondern lebenslangen, selbst gesteuerten Lernens. In diesem Buch werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen für diese Kompetenz des Kindes ausführlich dargelegt, die Forschungsergebnisse bezüglich der Entwicklung frühkindlichen Lernens leicht verständlich referiert und an vielen Beispielen gezeigt, wie kindliche Lernprozesse organisiert und begleitet werden können. Damit stellt es eine unverzichtbare Hilfe z.B. bei der Umsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes in die Praxis dar, ist jedoch auch unabhängig davon eine spannende Lektüre für alle, die Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen möchten.
Corina Wustmann: Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. Weinheim, Basel: Beltz 2004, 172 Seiten, EUR 19,90
Nicht selten wachsen Kinder unter Bedingungen auf, die sie in besonderer Weise herausfordern. Elterliche Trennung, Scheidung und Wiederheirat führen zu strukturellen Veränderungen im Familiensystem und stellen ebenso wie Armut, Arbeitslosigkeit der Eltern oder Migration eine große Belastung für die Kinder dar.
Das Bildungskonzept hat heute darauf zu reagieren und die Kinder zu stärken, damit sie nicht daran zerbrechen. Wie kindliche Stärken gefördert und Kinder in Tageseinrichtungen Widerstandsfähigkeit entwickeln können, wird erstmalig mit einer fachlich fundierten Arbeit erläutert. Zudem enthält das Buch viele Hinweise für die praktische Umsetzung im Alltag.
Wilfried Griebel/ Renate Niesel: Transitionen. Fähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern, Veränderungen erfolgreich zu bewältigen. Weinheim, Basel: Beltz 2004, 243 Seiten, EUR 17,90
Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft auf, die ständigen Veränderungen unterworfen ist. Sie müssen sich auf ein Leben einstellen, das vom Einzelnen ein hohes Maß an Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, Entscheidungsfreude und Flexibilität verlangt und in dem es gilt, Übergänge im Leben des Einzelnen und der Familie erfolgreich zu bewältigen. Dies gilt insbesondere auch für die Übergänge zwischen Familie und Bildungseinrichtungen.
Die Übergänge in die Krippe, in den Kindergarten und in die Schule werden behandelt, aber auch der bislang nicht beachtete Übergang von der Krippe in den Kindergarten sowie der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule sind aufgenommen. Sie stellen eine pädagogische Herausforderung und eine bisher wenig befriedigend gelöste Aufgabe im Bildungsverlauf dar.
In diesem Begleitbuch zum Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan wird ein neues Konzept für Übergänge dargelegt, das theoretisch fundiert und mit dem internationalen Stand der empirischen Forschung unterlegt wird. R. Niesel und W. Griebel haben in Bayern selber entsprechende Untersuchungen durchgeführt, aus denen in dieser Zeitschrift bereits mehrfach berichtet wurde. Auf der Grundlage des Transitionskonzeptes werden nun Wege aufgewiesen, wie Eltern, Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen Übergänge unter Berücksichtigung der kindlichen Bedürfnisse aktiv gestalten können. Dies geschieht in der Verständigung aller Beteiligten darüber, was es bedeutet, von einer Bildungseinrichtung in eine andere zu wechseln. Daraus lassen sich Formen der Zusammenarbeit und der Unterstützung für Kinder und ihre Familien erarbeiten. Der Dialog mit der Praxis, in dem die Autorin und der Autor seit Jahren stehen, hat den Anregungsgehalt der dargelegten Konzepte bestätigt.
Kasten, Hartmut: 0 bis 3 Jahre. Entwicklungspsychologische Grundlagen. Weinheim: Beltz 2004, 192 Seiten., EUR 16,90
"Woher hat es das bloß?", fragen sich Erzieher/innen und Eltern, wenn sie Eigenheiten oder besondere Fähigkeiten eines Kindes entdecken. Eine Frage, die auch die entwicklungspsychologische Forschung seit langem beschäftigt. Heute weiß man: Bereits vor der Geburt beginnt das Wechselspiel zwischen Anlage- und Umweltfaktoren. Kommt das Kind auf die Welt, ist es kein hilfloses, instinkt- und reflexgesteuertes Wesen, sondern überaus kompetent. Aber was nimmt das Neugeborene wahr, warum fremdeln Säuglinge plötzlich, wann beginnt das Denken, wie entwickelt ein Kind Interessen und was geht im Zweijährigen während der Trotzphase vor?
Mit diesem Buch gewinnen Sie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Entwicklungs- und Pädagogischen Psychologie, der Ihnen im Umgang mit Kindern eine große Hilfe sein wird. Zudem ist es so leicht verständlich geschrieben, dass das Lesen einfach auch Spaß macht.
Martin R. Textor/ Brigitte Blank: Elternmitarbeit: Auf dem Wege zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. München: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, 2., überarb. u. aktual. Fassung von 2004, 63 Seiten, im Internet unter: http://www.stmas.bayern.de/familie/kinderbetreuung/elternmitarbeit.pdf und http://www.ifp-bayern.de/cms/BEP_Elternmitarbeit.pdf
Die nun vorliegende zweite Fassung der Broschüre bietet eine umfassende Einführung in den Bereich der Elternarbeit. Sie verdeutlicht die Bedeutung einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Erzieherinnen und Eltern, stellt die Ziele und Formen der Elternmitarbeit vor und beschreibt, wie wichtig Elterngespräche sind. Ferner wird ausführlich die Planung der Elternarbeit behandelt. Außerdem wird auf die im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan hervorgehobene Bedeutung der Übergänge eingegangen und die praktische Unterstützung der Familien beschrieben.
Textor, Martin R.: Projektarbeit im Kindergarten: Planung, Durchführung, Nachbereitung. Freiburg, Basel, Wien: Herder, 9. Aufl. 2004
9. Auflage erschienen


