Projekt "Nationale Untersuchung der Bildung, Betreuung
und Erziehung junger Kinder (NUBBEK)"
Projektleitung: PD Dr. Fabienne Becker-Stoll, Prof. Dr. Bernhard Kalicki
Projektkoordination: Dr. Julia Berkic, Dr. Monika Wertfein, Dipl.-Psych. Julia Quehenberger
Projektteam: Dr. Kathrin Beckh (ab 01.11.2010), Dr. Beate Minsel, Claudia Wirts
Weitere Studienpartner: PD Dr. Gabriele Haug-Schnabel und Dr. Joachim Bensel (Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen), Prof. Dr. Heidi Keller (Universität Osnabrück), PD Dr. Birgit Leyendecker (Universität Bochum), Prof. Dr. Thomas Rauschenbach und Dr. Hans Rudolf Leu (Deutsches Jugendinstitut, München) und Prof. Dr. Wolfgang Tietze (Koordinator) und Dr. Claudia Hruska (Freie Universität Berlin)
Beratende Partner: Prof. Dr. C. Katharina Spieß und Prof. Dr. Jürgen Schupp (Freie Universität Berlin/SOEP-DIW)
Gefördert durch: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Bundesfamilienministerium (BMFSFJ), Jacobs Foundation, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Robert-Bosch-Stiftung
Projektlaufzeit: 2009 bis 2011
Gegenstand des Projekts
Seit rund eineinhalb Jahrzehnten befindet sich das deutsche Früherziehungssystem in einem bemerkenswerten Umbau. Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab Mitte der 1990er Jahre kann hier als Initialzündung betrachtet werden. Mit dem im Jahr 2005 in Kraft getretenen TAG (Tagesbetreuungsausbaugesetz) wurde ein Quasi-Rechtsanspruch auf einen Platz (Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflegestelle) auch für unter Dreijährige in bestimmten Familienkonstellationen festgeschrieben. Das im Jahr 2008 verabschiedete KiFöG (Kinderförderungsgesetz) erweitert diesen Rechtsanspruch auf alle Kinder im Alter von 1 bis unter 3 Jahren ab dem Jahr 2013. Allerdings ist die Ausgestaltung dieses Rahmens mit vielfältigen offenen Fragen verbunden. Zentral geht es dabei um die pädagogische, bildungsfördernde und familiengerechte Qualität der öffentlich verantworteten Angebote, und zwar für Kinder und Familien in den unterschiedlichen Lebenslagen. Aktuell wie auch in den kommenden Jahren werden neue Weichenstellungen in pädagogischpraktischer, organisatorischer und fachpolitischer Hinsicht erforderlich. Dabei fehlt in Deutschland wie kaum in einem anderen hochentwickelten Land das empirische Grundlagenwissen zum Einfluss der verschiedenen Bildungs- und Betreuungsformen und den moderierenden Faktoren für eine gelingende kindliche Entwicklung und Bildung. Solches Wissen ist aber erforderlich, um Effekte der verschiedensten Art für Kinder und Familien abschätzen zu können, aber auch, um Verbesserungen gezielt anregen zu können.
Vor diesem Hintergrund haben sich die NUBBEK-Studienpartner die Aufgabe gestellt, im Rahmen einer multizentrischen Studie
- belastbares empirisches Grundlagen- und Anwendungswissen bereitzustellen,
- gegebene und sich abzeichnende Verhältnisse und Fragestellungen wissenschaftlich zu durchleuchten
- und mit diesem empirischen Wissen die Basis für die Gestaltung einer guten frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder und die Unterstützung von Familien in ihrer Erziehungsaufgabe zu erweitern.
Methodisches Vorgehen
Die Untersuchung ist als eine nationale Studie angelegt und wird an verschiedenen Standorten aus acht Bundesländern durchgeführt. In die Untersuchung einbezogen werden rund 2.000 2- und 4-jährige Kinder mit ihren Familien, davon rund ein Drittel mit Migrationshintergrund. Zu den Erhebungen gehören ausführliche Interviews und Kindertests im Rahmen eines Familienbesuchs, Fragebogen für Eltern und Pädagogen, Erhebungen zur pädagogischen Qualität in den außerfamiliären Betreuungsformen der Kinder wie auch Daten zur Versorgung mit Betreuungsangeboten im Lebensraum der Familien.
Weitere Informationen
Flyer zum Projekt NUBBEK (PDF-Datei, 1,8 MB)
Link: www.nubbek.de


